Deine Situation

Von Null zum Komplett-Setup

Du fängst von vorne an – das ist der beste Ausgangspunkt. Wer PV-Anlage, E-Auto und bidirektionale Wallbox von Anfang an als Gesamtsystem denkt, spart langfristig erheblich und vermeidet teure Nachrüstungen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • PV + bidirektionale Wallbox + E-Auto = maximale Unabhängigkeit
  • Von Anfang an zukunftssicher planen
  • ISO 15118-20 und BiDi-ready bei allen Komponenten beachten
  • Förderungen nutzen: E-Auto-Kaufprämie bis 6.000 €

Schritt für Schritt zum Komplett-Setup

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PV-Anlage planen

Dimensioniere die PV-Anlage von Anfang an größer als deinen reinen Hausbedarf. Du willst nicht nur das Haus versorgen, sondern auch das Auto laden. Faustregel: pro 10.000 km Jahresfahrleistung ca. 2–3 kWp extra einplanen.

Typisches Haus

8–12 kWp

Nur Hausbedarf

Mit E-Auto

12–18 kWp

Haus + Fahrzeug

Mit V2H-Puffer

18–25 kWp

maximale Autarkie

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E-Auto mit V2H wählen

Nicht jedes E-Auto kann bidirektional laden. Achte darauf, dass V2H oder V2G explizit im Datenblatt steht – nicht alle Hersteller kommunizieren das klar. Die Batterie sollte mindestens 50 kWh haben, damit genug Puffer für das Haus bleibt.

Hyundai Ioniq 5/6 – 77 kWh, V2H über ISO 15118-20
Kia EV6 – 77 kWh, V2H und V2L ab Werk
VW ID.3–ID.7 / ID. Buzz – V2H aktiv, V2G-Tarif mit Elli ab Ende 2026
Ford Capri/Explorer: V2G mit Octopus ab Sommer 2026; Mercedes CLA/GLC ab 2026
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Bidirektionale Wallbox installieren

Kernstück

Die Wallbox ist das Herzstück des Systems. Sie muss zu deinem Fahrzeug, deinem Wechselrichter und dem deutschen Regulierungsrahmen passen. ISO 15118-20 ist Pflicht ab Januar 2027 – wähle jetzt schon ein BiDi-ready-Modell.

Worauf achten

  • · ISO 15118-20 Unterstützung
  • · Wechselrichter-Kompatibilität prüfen
  • · Smart Meter-fähig (MiSpeL)
  • · Min. 7,4 kW Ladeleistung

Typische Kosten

  • · Wallbox: 2.500–4.500 €
  • · Installation: 500–1.500 €
  • · Smart Meter: 200–500 €
  • · Gesamt: 3.200–6.500 €

Förderungen nicht vergessen

E-Auto-Kaufprämie – bis zu 6.000 €

Seit Mai 2026 fördert der Bund den Kauf batterieelektrischer Neuwagen sozial gestaffelt – rückwirkend für Erstzulassungen ab 01.01.2026. Der Antrag läuft online über die Förderzentrale des Bundes (BAFA) und ist an Einkommensgrenzen gebunden (bis 80.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen).

Basisprämie

3.000 €

Mit Staffelung

bis 6.000 €

Plus THG-Quote

250–400 €/Jahr

Weitere Förderquellen prüfen

Viele Bundesländer, Stadtwerke und Kommunen haben eigene Förderprogramme – oft zusätzlich zur Bundesförderung kombinierbar. Alle Förderungen im Überblick →

Was bedeutet ISO 15118-20 und warum ist es wichtig?

ISO 15118-20 ist der internationale Kommunikationsstandard für bidirektionales Laden zwischen Fahrzeug und Ladestation. Ab Januar 2027 müssen alle neuen öffentlichen Ladepunkte in der EU diesen Standard unterstützen.

Kaufst du heute eine Wallbox mit ISO 15118-20, bist du zukunftssicher aufgestellt – auch wenn du später ein anderes Fahrzeug kaufst oder dein Nachbar sein Auto laden möchte. Wallboxen ohne diesen Standard können zwar heute noch funktionieren, aber langfristig Inkompatibilitäten entstehen.

Brauche ich auch einen stationären Hausspeicher?

Nicht zwingend. Das Fahrzeug übernimmt die Speicherfunktion. Ein zusätzlicher stationärer Speicher macht Sinn, wenn du eine sehr große PV-Anlage betreibst oder maximale Netzunabhängigkeit möchtest – auch wenn das Auto gerade nicht zuhause ist.

Empfehlung für den Neustart: Starte mit PV + bidirektionaler Wallbox + E-Auto. Ob ein zusätzlicher Speicher wirtschaftlich ist, zeigt sich nach einem Jahr Betrieb. Plane den Wechselrichter aber von Anfang an speicherfähig (z.B. Hybridwechselrichter).

Was bringt dir das Komplett-Setup konkret?

Mit PV, E-Auto und bidirektionaler Wallbox sind 70–90% Eigenverbrauchsquote realistisch. Unser Rechner zeigt dir dein individuelles Einsparpotenzial.

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