Förderungen
Förderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Kombiniere Wallbox, PV-Anlage und bidirektionales Laden – und hol dir zurück, was dir zusteht.
Deutschland
Laden im Mehrparteienhaus – Bundesförderung (BMV)
Neues Bundesprogramm seit 15.04.2026: Fördert Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern. Bidirektionale Ladepunkte erhalten mit bis zu 2.000 EUR den höchsten Satz – die erste Bundesförderung mit explizitem BiDi-Bonus. Normale Wallbox: bis 1.500 EUR, reine Vorverkabelung: bis 1.300 EUR pro Stellplatz.
Voraussetzungen
- Mehrparteienhaus (WEG, private Vermieter, Wohnungsunternehmen, KMU) – keine selbstgenutzten EFH
- Mind. 20 % der Stellplätze und mind. 6 Stellplätze vorverkabelt
- Wallbox max. 22 kW (AC), Ökostromvertrag oder eigene PV
- Antrag vor Vorhabensbeginn über laden-im-mehrparteienhaus.de
- Antragsfrist: 10.11.2026 (Wohnungswirtschaft: 15.10.2026)
E-Auto-Kaufprämie (BAFA)
Seit 19.05.2026 beantragbar, gilt rückwirkend für Erstzulassungen ab 01.01.2026. Sozial gestaffelte Kaufprämie für batterieelektrische Neuwagen: Basis 3.000 EUR, bei niedrigerem Haushaltseinkommen und mit Kindern bis zu 6.000 EUR. Budget: 3 Mrd. EUR aus dem Klima- und Transformationsfonds.
Voraussetzungen
- Privatpersonen mit zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 80.000 EUR (+5.000 EUR je Kind, max. 90.000 EUR)
- Neuwagen BEV oder Brennstoffzelle (Kauf oder Leasing), keine Gebrauchten
- Erstzulassung in Deutschland ab 01.01.2026
- Antrag online über foerderzentrale.gov.de (BundID erforderlich)
- Nachweis über Einkommensteuerbescheide
THG-Quote – Treibhausgasminderungs-Quote
Halter von E-Autos verkaufen ihre eingesparten CO2-Emissionen an quotenpflichtige Unternehmen. 2026 deutlich attraktiver: Die Quote stieg auf 12,1 % und die Doppelanrechnung von Abfall-Biokraftstoffen wurde abgeschafft – die Erlöse haben sich gegenüber 2024/25 mehr als verdoppelt. Auszahlung ist für Privatpersonen steuerfrei.
Voraussetzungen
- Zugelassenes, rein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV)
- Fahrzeug auf eigenen Namen zugelassen
- Registrierung bei einem THG-Quoten-Dienstleister
- Einreichung beim Umweltbundesamt bis 15.11.2026
- Einmaliger Antrag pro Kalenderjahr
KfW 270 – Erneuerbare Energien Standard
Kein Zuschuss, aber eine dauerhafte Finanzierungsoption: Die KfW finanziert PV-Anlagen, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur (auch bidirektionale Wallboxen) über zinsgünstige Kredite. Hinweis: Das frühere Zuschussprogramm KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos) wurde eingestellt und nicht neu aufgelegt.
Voraussetzungen
- Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen
- Finanziert PV, Speicher und Ladeinfrastruktur
- Antrag über die Hausbank vor Vorhabensbeginn
- Kombinierbar mit Zuschussprogrammen
Österreich
E-Mobilitätsförderung Bund (KPC) – Ladeinfrastruktur
Das Bundesprogramm 'E-Mobilität 2025' endete am 31.03.2026, das Ladeinfrastruktur-Budget war bereits vorher ausgeschöpft. Zuletzt gab es 400 EUR (Wallbox im Ein-/Zweifamilienhaus), 800 EUR (Einzelanlage im Mehrparteienhaus) bzw. 1.500 EUR (OCPP-fähige Gemeinschaftsanlage). Das Ministerium hat eine Neuauflage der Ladeinfrastruktur-Förderung noch für 2026 angekündigt – Stand Juli 2026 ohne Termin.
Voraussetzungen
- Programm derzeit pausiert – neue Registrierungen nicht möglich
- Bereits Registrierte können Anträge innerhalb der 36-Wochen-Frist einreichen
- Neuauflage angekündigt: umweltfoerderung.at im Blick behalten
- Für E-Auto-Kauf gibt es keine Bundesförderung mehr (seit 31.03.2026)
EAG-Investitionszuschuss PV & Speicher (OeMAG)
Seit dem Ende der Umsatzsteuerbefreiung (April 2025) der Hauptförderweg für private PV-Anlagen mit Speicher in Österreich. 2026 gibt es drei Fördercalls – der letzte läuft von 08. bis 22.10.2026. Gefördert werden Anlagen von unter 10 kWp (Kategorie A) bis 1 MWp (Kategorie D).
Voraussetzungen
- Antrag nur im Call-Fenster möglich (letzter Call 2026: 08.–22.10.)
- Inbetriebnahme erst nach gültigem Förderantrag
- Netzanschluss in Österreich
- Ticket-Registrierung bei der EAG-Abwicklungsstelle
- Kombination mit V2H verbessert die Eigenverbrauchsquote
OeMAG – Marktprämie für PV-Anlagen
Die OeMAG zahlt eine Marktprämie für eingespeisten Solarstrom. Seit 2026 wird die Prämie per Auktion vergeben (jährlich 700 MWp für 2026/2027); die Konditionen berücksichtigen bereits die ElWG-Neuerungen wie Spitzenkappung und Steuerbarkeit. In Kombination mit V2H reduziert eine PV-Anlage den Netzbezug und verbessert die Gesamtwirtschaftlichkeit.
Voraussetzungen
- PV-Anlage ≥ 10 kWp (Marktprämien-Kontingent)
- Teilnahme an der PV-Auktion (Termine bei OeMAG)
- Netzanschluss und Messeinrichtung
- Registrierung bei OeMAG vor Inbetriebnahme
- Technische Mindestanforderungen der Netzbetreiber
Land OÖ – Speicher-Nachrüstförderung
Oberösterreich fördert seit 01.03.2026 die erstmalige Nachrüstung systemdienlicher Stromspeicher an bestehenden PV-Anlagen mit 150 EUR pro kWh – bis maximal 15 kWh bzw. 40 % der Bruttokosten. Interessant für alle, die ihre Bestands-PV speicherfähig machen wollen, bevor V2H dazukommt.
Voraussetzungen
- Wohnsitz in Oberösterreich
- Bestehende PV-Anlage (Nachrüstung, kein Neubau-Paket)
- Erstmalige Speicher-Installation
- Systemdienlicher Betrieb des Speichers
- Details im PV-Leitfaden des Landes OÖ
Schweiz
Pronovo – Einmalvergütung für Photovoltaik (KLEIV/GREIV)
Pronovo administriert die Einmalvergütung für PV-Anlagen: aktuell ca. 360 CHF/kWp (angebaute Anlagen bis 30 kWp), 300 CHF/kWp darüber, 400 CHF/kWp für integrierte Anlagen – plus Boni für steile, alpine oder Parkflächen-Anlagen. Die Sätze werden halbjährlich angepasst (Tarifrechner auf pronovo.ch). Wer PV mit V2H kombiniert, senkt den Netzbezug zusätzlich.
Voraussetzungen
- PV-Anlage < 100 kWp (KLEIV) bzw. ≥ 100 kWp (GREIV)
- Netzanschluss in der Schweiz
- Maßgeblich ist das Inbetriebnahmedatum (halbjährliche Satzanpassung)
- Anlage von zugelassenem Elektroinstallateur gebaut
- Max. 30 % der Referenz-Investitionskosten
Kanton Zürich – Förderung Ladeinfrastruktur
Der Kanton Zürich fördert Basis-Ladeinfrastruktur in bestehenden Wohngebäuden mit 500 CHF pro erschlossenem Stellplatz (ab dem 16. Stellplatz 300 CHF) sowie bidirektionale DC-Ladestationen zusätzlich. Achtung: Über 92 % des 50-Mio.-Budgets sind bereits beansprucht (Stand Juni 2026) – das Programm endet bei Ausschöpfung, spätestens Ende 2026.
Voraussetzungen
- Bestandsbau im Kanton Zürich (Basisinfrastruktur nach SIA 2060)
- Gesuch zwingend VOR Installationsbeginn
- 100 % erneuerbarer Strom
- Lastmanagement ab 2 Ladeplätzen
- Restbudget prüfen – Programm läuft aus
Kanton Luzern – Bidirektionale Ladestationen
Luzern fördert seit 2026 bidirektionale Ladestationen mit 2.000 CHF pro Station (Projektdeckel 20.000 CHF) und zusätzlich die Basisinfrastruktur mit 350/200/100 CHF je Stellplatz. Einer der attraktivsten kantonalen BiDi-Zuschüsse der Schweiz.
Voraussetzungen
- Standort im Kanton Luzern
- Bidirektionale (V2H/V2G-fähige) Ladestation
- Gesuch vor Installationsbeginn
- Details und Formulare bei uwe.lu.ch
Weitere Kantone – BiDi- und Ladeinfrastruktur-Förderung
Mehrere Kantone fördern bidirektionale Ladestationen: Bern laut Anbieterübersichten bis 3.000 CHF, Schaffhausen und Uri je ca. 2.000 CHF, Thurgau ca. 1.000 CHF – dazu Ladeinfrastruktur-Programme z. B. in Basel-Stadt und Obwalden. Die Landschaft ist stark fragmentiert und ändert sich laufend: Beträge vor Antragstellung immer direkt beim Kanton prüfen.
Voraussetzungen
- Wohnsitz/Standort im jeweiligen Kanton
- Meist Gesuch vor Installationsbeginn erforderlich
- Teils Kopplung an PV-Anlage oder Ökostrom
- PLZ-genaue Übersicht: energiefranken.ch
Stand: Juli 2026. Förderprogramme können jederzeit enden oder verändert werden – prüfe die Konditionen vor Antragstellung direkt beim Förderinstitut.
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